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Die Wolfgänger Chronik ist beim Wolfgänger Geschichtsverein erhältlich:

Preis 24,80 Euro

beim 1. Vorsitzenden

Werner Kilschautzky
Friedrich-Fröbel-Str. 12
63457 Hanau
Tel.: 06181-52572
Fax: 06181-3079566
Mail: email hidden; JavaScript is required

oder beim Schatzmeister
Dr. Otto Beyer
Eichenalllee 6
63457 Hanau
Tel.: 06181-56450
Fax: 06181-56650
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Bestellformular >>Hier<<

Die Chronik hat 296 Seiten mit festem Einband und ist auf hochwertigem Papier gedruckt; Gewicht 970 Gramm.

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Titel-Chronik

Wolfgänger Erzählchronik erschienen

Bericht im Hanauer Anzeiger >>Hier<<

Bericht im Hanauer Bote >>Hier<<

Wolfgang – das ist die wildbewegte Geschichte des jüngsten Hanauer Stadtteils, der nach vielen Wandlungen heute auf dem Weg zu frischer Blüte ist. Noch nicht einmal 150 Jahre alt, war die Veränderung die Konstante in der wechselvollen Wolfgänger Geschichte. 

Noch bis weit in das 19. Jahrhundert war die gesamte spätere Wolfgänger Gemarkung von Wald bedeckt. In dem sumpfigen, teilweise undurchdringlichen Bulauwald waren mehr Wölfe als Menschen unterwegs. Zu den wenigen, die sich vor der Wildnis nicht schrecken ließen, gehörten die Römer, die den Limes nahe Wolfgang mit einem Kleinkastell sicherten, und die Servitenmönche, die ein Kloster erbauten, das sie dem Heiligen Wolfgang widmeten.

Aber ab 1866, nachdem das Hanauer Gebiet preußisch wurde, ging es Schlag auf Schlag. Mitten im Wald, in der Nähe des längst zerfallenen Klosters, entstand das staatliche Forstamt als Oberförsterei, der bald eine Samendarre angegliedert wurde. Keine zehn Jahre später wurden große Waldflächen gerodet, um Platz für die königliche Pulverfabrik zu schaffen, in der über 5000 Menschen einer gefahrvollen Tätigkeit nachgehen sollten. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs kam das Ende der militärischen Nutzung. Nach vielen vergeblichen Versuchen, eine friedfertige Produktion aufzubauen, brachte 1933 die Degussa einen glanzvollen Aufstieg: Die Kunstlederfabrikation brachte den Aufschwung. Sie war es auch, die zwanzig Jahre später dafür sorgte, dass das Wirtschaftswunder in Wolfgang seinen Einzug halten konnte. Der Autoboom sorgte für reisende Nachfrage nach dem Material, mit dem die „Autohimmel“ bespannt wurden. Dann folgten die Jahre, in der Wolfgang als das „Atomdorf“ bundesweit Schlagzeilen machte.

Die kleine Siedlung, in der anfangs hauptsächlich Beschäftigte der Pulverfabrik wohnten, war von einem militärisch-industriellen Komplex, wie man heute sagen würde, eingerahmt. Während im Südosten der Wolfgänger Gemarkung die Industriebetriebe das Bild bestimmten, drückten in der entgegengesetzten Richtung ab 1936 Kasernen dem Gebiet ihren Stempel auf. Die Soldaten der Wehrmacht wurden 1945 fast nahtlos von denen der US-Army abgelöst, die das Kasernengelände zügig ausbaute, bis Wolfgang fast vollständig von militärischen und industriellen Anlagen umgeben war, die einer expansiven Entwicklung kaum Spielraum ließen.

Wer hätte 1990 daran gedacht, dass sich zehn Jahre später das Bild völlig ändern würde? Das Ende der Nuklearbetriebe und der Abzug der Amerikaner hatte die Chance eröffnet, innovative Technologien anzusiedeln und eine moderne städtebauliche Entwicklung einzuleiten. In dieser Zeit des Umbruchs hat es sich der Wolfgänger Geschichtsverein zur Aufgabe gestellt, den Aufbruch mit einem Blick in die Vergangenheit zu begleiten. Er hat die Journalistin Ilse Werder gewonnen, die bewegte Wolfgänger Geschichte in einem reich bebilderten Buch zusammenzufassen, das soeben im Hanauer CoCon-Verlag erschienen ist. Die Ereignisse und die Menschen, die diesen Ort geprägt haben, stellt sie mit einfühlsamer Akribie vor und würdigt ihren Gemeinschaftsgeist und ihren Einfallsreichtum.

Im letzten Drittel dieses gewichtigen Bandes haben die Leser Gelegenheit, sich ein lebendiges Bild von diesem Stadtteil zu machen. Viele alteingesessene Wolfgänger haben ihre Fotoalben geöffnet. Über 100 Aufnahmen zeigen, wie die Wolfgänger gefeiert, gespielt und gesungen, gelacht und getrauert, gearbeitet und gelernt haben, wie sie ihre zerstörten Häuser wieder aufgebaut und überlebt haben.